Tag der Entscheidung am Strandcamping Waging

Nach einer relativ kurzen Nacht war der erste Morgen am Strandcamping Waging für alle etwas schwerfällig. Dies ist natürlich nicht verwunderlich, denn alles saßen am Vortag 12 Stunden und ca. 800km im Wohnmobil auf der Autobahn in die Berge. Der Stau war unser bester Begleiter. Zum Glück konnten wir die Zeit auf der Fahrt nutzen, um Berichte zu schreiben, die Abläufe zu optimieren und natürlich auch ein spannendes Hörbuch zu hören. Martin und Lars hatten auf Empfehlung von Doris eine spannende Serie begonnen und waren ganz in ihrem Element. So vergingen zwölf Stunden zwar nicht wie im Flug, aber zumindest erträglich.

Somit ging es an diesem Tag für alle sehr früh aus den Betten. Als erster Stand wie immer Lars auf, der wie  auf der Suche nach besonders schönen Sonnenaufgängen war. Das Ergebnis könnt ihr oberhalb dieses Berichtes sehen – es hat sich gelohnt, oder? Danach kurz zur Körperpflege, dann zum Arbeiten. Als erstes positionierten wir unser Aktions-Setup und bauten Kanus, Kajak, SUP und Faltboote sowie unsere weithin sichtbaren Beachflags auf. Nachdem dies erledigt war, gingen Jule und Martin zum Supermarkt, um die Zutaten für das Frühstück zu besorgen, während Franzi, Helge und Lars die letzten Vorbereitungen für den Aktionstag erledigten. Nachdem die beiden vom Supermarkt zurück wahren, wurde erstmal gefrühstückt, denn wir waren bereits eine Stunde vor dem Start der Aktion fertig. Hier sieht man wieder, dass der frühe Vogel auch eine Vorteile hat. Während der Campingplatz langsam wach wurde und zombie-ähnliche Gestalten an unserem Frühstücktisches zum Bäcker an uns vorbei liefen, genoßen wir die schöne Aussicht auf den See, unseren Kakao und die ersten Gespräche mit Neugierigen. Apropos Frühstück: Bereits beim Aufbau bekamen wir von unseren altbekannten Nachbarn, die irgendwie immer zur gleichen Zeit wie wir am See sind, den ersten Kaffee an unsere Fläche gebracht. Mit Milch und Zucker!! “Unsere Ecke” macht für uns auch immer den besonderen Charme dieses wunderschönen Campingplatzes aus. Schließlich hat ja jeder gerne nette Nachbarn, oder?

Leider war die Frühstücksruhe nur von kurzer Dauer – während Franzi kurz spülen ging, kümmerten wir anderen uns um die Testpaddler, welche bereits seit viertel vor zehn darauf wartetet, dass es endlich losging. Parallel dazu wurde uns die Post angeliefert und wir konnten endlich unsere sehr beliebten Caravan Salon Taschen packen. Da der Test-Betrieb bereits angefangen hatte, waren wir sehr froh, das Friederike tatkräftig mit angepackt hat. Zu Belohnung gab es für sie nach getaner Arbeit einen Willi von Weinsberg.

Trotz der langen Warteschangen ging  es für unsere Paddler doch sehr kurzweilig von statten. Neben dem Ausfüllen der  Papiere zur Corona-Nachverfolgung waren bei den knapp 30 mitgeführten Wassersportgeräten für jeden etwas dabei. Plötzlich kam Friederike an und erzählte uns, dass ihre Nachbarn sich heute ein Kajak kaufen wollten, jetzt aber nochmal bei uns testen wollten. Und dies erwies sich als Glücksgriff für die beiden, denn sie hätten für sich das Falsche gekauft. Bei uns konnten sie alle verfügbaren und für sie passenden Boote testen, was am Ende natürlich Wünsche ergab, welche bei zwei Personen jedoch auch unterschiedlich ausfallen können. Somit weiter testen, diskutieren und wieder testen. Der Aband war nah, eine hundertprozentige Entscheidung konnte an diesem tag jedoch noch nicht getroffen werden. Sicherlich aber am nächsten Tag, oder??? Wir werden sehen.

Als Überraschung kündigte sich Familie Förster an. Wer unsere Berichte in den letzten Jahren verfolgt hat weiss, das Familie Förster zum einen ein großer Fan unserer Tour ist, zum anderen gerne testet und sich in den letzten Jahren Aufgrund unserer Empfehlungen schon sehr gut ausgestattet hat. Familie Förster hatte sich diesmal auf einem benachbarten Campingplatz eingebucht und kam über den Wasserweg zu uns. Wir haben uns sehr gefreut, denn Familie Förster ist immer der Knaller.

Der See wurde zum späten Nachmittag hin immer voller, denn der Camppingplatz war nun komplett wach. Dies bedeutete für uns, dass es kaum Pausen gab uns sich alle auf das leckere Abendessen im Kurhaus freuten.

Nach dem leckeren Essen ging es dann für Lars aufs Wasser – es war Vollmond und Vollmond-Paddeln ist eine seiner Leidenschaften. Franzi und Helge wollten mitfahren, diskutierten aber zu lange, welches Kajak oder SUP sie nehmen wollten, so das Lars sich ein Tiburon von Siren schnappte und bereits losfuhr. Auf leiser Fahrt paddelte er auf die andere Seite des Sees und wurde wohl vom Schatten der Bäume verdeckt. Die beiden “Verfolger” fanden ihn nicht, obwohl sie keine zehn Meter an ihm vorbei fuhren. Nachdem die beiden bereits zurückfuhren, konnte Lars die Ruhe auf dem See mit Vollmond genießen.

 

 

 

 

 

 

2. Tag SUP verschollen – Mola verzweifelt gesucht


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