Täglich grüßt das Murmeltier

Am heutigen Morgen hätten wir alle noch einmal ganz lange schlafen können, da wir am Vorabend die Standfläche entsprechend vorbereitet haben, doch saßen bereits alle kurz vor 9 Uhr am gedeckten Frühstückstisch direkt vorm Plauer See. Mit dieser wunderschönen Aussicht beim Frühstück hatte keiner von uns die Muse den Tisch abzuräumen – so saßen wir alle gemütlich und jeder für sich schweigend mit Blick aufs Wasser und haben die Zeit gar nicht verfolgt.

Als eine junge Familie uns ansprach, ob wir bereits mit dem Aktionstag begonnen haben, riss Sie uns so aus unseren Gedanken. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet uns, dass wir noch Zeit hätten, jedoch hatte sich Martin am Vorabend mit der Familie unterhalten und Sie bereits ausgiebig über die Aktion informiert, weshalb wir den Start vom Aktionstag prompt vorgezogen haben. Wir haben alle tatkräftig angepackt, damit der Tisch für die Aktion schnellstens verwendet werden kann.

Die Familie wollte die erste Fahrt zusammen in einem Boot fahren, weshalb wir den Gatz Cherokee rausgaben. Als die anderen Campingplatz-Besucher gesehen haben, dass der erste Canadier auf dem Wasser lag, strömten Sie alle zu uns an den Stand. In kürzester Zeit lagen keine Kanadier, Kajaks, Faltboote und Stand Up Paddle Boards am Strand.

Ein junger Mann mit seiner Familie hatte sich einmal durch unsere gesamte Flotte mit Ausnahme der Canadier probiert. Diese hatte er bislang nicht testen können, da seine zwei Jungs das Boot als Langweilig bezeichneten und seine Frau genug Zeit auf dem Wasser verbracht. Er fragte bei uns, ob er ein 3-Personen-Canadier alleine fahren können, da Martin seit längere Zeit nicht mehr auf dem Wasser war, hat er angeboten mit Ihm als zweite Person zu fahren. So begaben sich die Zwei auf eine Tour über den Plauer See – vom Strand konnte man sehen, dass Sie sich angeregt unterhielten. Als beide am Strand zurück waren, wurde das Gespräch noch beendet, außerdem konnte man die Begeisterung im Gesicht des Mannes absehen und seine Jungs wurde neugierig – Kanadier sind definitiv nicht langweilig!

Zur selben Zeit ist eine gefiederte Großfamilie am Strand eingefallen und hat alle Besucher des Strandes etwas auf Trapp gehalten, denn es waren sehr viele Familien mit ihren Kleinen dort. Da es sich bei der Familie um eine Schwanenfamilie mit Jungtieren handelte, haben viele den Strand großspurig geräumt oder verlagerten ihren Liegeplatz auf die andere Seite des Strandes. 

Die Schwanenfamilie war allerdings nicht die einzige gefiederte Familie an diesem Tag – eine Entenfamilie stolzierte durch die Vorgärten und um unseren Anhänger herum auf der Suche nach Essbarem. Auf dem Wasser konnte man vereinzelt die Kormorane auf den Bojen sitzen sehen. 

Dieser Anblick war für uns als Team sehr schön, denn man konnte die heimischen Wasservögel aus nächster Nähe beobachten und Aufnahmen von machen.

Durch eine sehr  hohe Anzahl an Besuchern konnten wir das Angebot vom Foodtruck zum Mittag leider nicht in Anspruch nehmen, weshalb wir auf unsere Obst- und Gemüsevorräte als auch den Resten vom Frühstück zurückgriffen. 

Während unserem Snack kam unser Starfahrer „Mr. X“ vom Vortag und erkundigte sich bei uns nach dem mitgeführtem Hardboard von Jimmy Lewis. Dieses Board verleihen wir nur an erprobte Fahrer, welche ihre Leistung im Vorfeld schon demonstriert haben. Der junge Mann bekam also das Hardboard von Jimmy Lewis und war ruckzuck auf dem Wasser und zog seine Kreise. Er hat diese Gelegenheit völlig ausgenutzt, denn er kam erst 30 Minuten später zurück, so als hätte er sich einen Timer gestellt um jeden Minute zu nutzen. 

Am frühen Nachmittag waren unsere Besucher wohl schon etwas ausgelaugt von diesem wunderschönem und warmen Tag, denn Sie wollten nur noch unsere Luftkajaks haben. Wir schafften es, dass alle noch in den Genuss der Einer- und Zweier-Kajaks kamen, ohne lange Warten zu müssen. 

Zum Ende unsere Aktion begannen Franzi und Martin begannen bereits mit dem Beladen vom Anhänger, damit der weitere Abbau reibungslos abläuft und die Boote entsprechend Ladungssicherung festgemacht sind. Hierfür wurden als erstes 5 Stand Up Boards auf dem Anhänger verladen. Das Hardboard von Jimmy Lewis und die Faltkajaks von Oru Kajaks wurden als nächstes auf dem Anhänger geladen. Diese Boote lagen alle auf den oberen Traversen. Parallel wurden die ersten Canadier auf dem Anhänger geladen und sicher befestigt. Nach und nach waren alle Wassersportgeräte auf dem Anhänger festgegurtet und bereit für die Abfahrt. 

Nach getaner Arbeit hat das Team die wohl verdiente abkühlende und/oder wärmende, entspannende Dusche aufgesucht. Diejenigen, die eine Dusche nicht ausreichend wertschätzten, saßen am Tisch direkt vor dem Strand und warteten auf die Übrigen. Die Burger vom FoodTruck bestellten wir bereits im Vorfeld, denn der herausragende Bräter war Vorbestellungen für eine bestimmte Uhrzeit nicht abgeneigt und hatte die Bestellung auf den Punkt fertig, sodass wir Sie entgegen nehmen konnten. Da wir vom Vortag noch Übung im Burger-Essen hatten, gab es keine lustig, beschmierte Gesichter – Selbst unsere Schlemmermaus Felix hat es mit einer sauberen Schnute geschafft. 

Dieser Abend war leider der letzte auf unserer Tour von unseren lieben Doris, welche uns für eine Woche begleitete – in wenigen Zeilen erfahrt ihr mehr über Doris. Neben Doris verließ uns auch Bärchen Felix am nächsten Morgen, da er noch mit seinen Eltern in den Urlaub flog. Deshalb saßen wir alle länger als wir sollten draußen und spielten mehrere Runden MauMau Extrem, welches Franzi uns beibrachte. Außer Franzi waren wir alle anfangs sehr von den neuen Regeln überfordert, weshalb wir nur noch Strafkarten zogen – manchmal war uns nicht mal klar wofür wir ziehen sollten. Doris saß währenddessen mit am Tisch, wollte aber nicht mitspielen – doch sie saß genauso lachend am Tisch wie der Rest von uns. 

Während Lars, pflichtbewusst wie er ist, bereits im Bett lag, denn am nächsten Morgen ging es sehr früh Richtung Waging am See in Bayern – knappe 10 Stunden Autofahrt  – hielten die Spieler und Doris solange aus, bis mehr Mücken als Personen am Tisch waren.

Die coole Socke

An unserem zweiten Tour-Stopp am Falkensteinsee haben wir ein neues Teammitglied erhalten, unsere Doris. Sie begleitet uns für 3 Stopps bis zum Campingplatz „Zuruf“.

Nachdem Doris Jahre lang erst Fußball gespielt hat und dann Schwimmen betrieben hat, fing sie vor einem Jahr mit dem SUP fahren an.

Von Freunden wurde ihr Lars Thierling empfohlen, woraus erst ein Kurs bei ihm und dann eine Freundschaft folgte. Heute hilft sie Lars bei seinen Stand Up Paddle – Kursen und kam so mit auf unsere Tour, an welcher ihr besonders das Team und deren herzliche Aufnahmegefällt.

Derzeit fährt Doris das Rubio von Siren und konnte bisher nur gutes über dieses Board berichten. Am meisten gefällt Doris die Verbindung zum Wasser und der Natur, sowie die Entspannung, die sie beim Tand Up Paddling spürt. Auf der Tour hat sie außerdem Canadierund Kajaks ausprobiert, wobei ihr das Paddeln im Canadier nicht so sehr gefallen hat, vom Kajak war sie jedoch sehr begeistert.

Das Team beschreibt Doris als Spontan, abenteuerlustig und verlässlich. Außerdem sticht neben ihrer Hilfsbereitschaft vor allem ihre starke Antriebskraft hervor.

Sie ist auch der Grund, dass Felix uns länger begleiten kann, da sie angeboten hat ihn zum Bahnhof zu fahren. Hierfür ist Felix sehr dankbar und überlässt ihr seinen vorherigen Schlafplatz.

 


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