Am 16. Oktober ging es auf die erste Tour in Kooperation mit dem Thomas Kettler Verlag aus dem SUP Guide Nordrhein-Westfalen. Ausgesucht haben wir uns die Runde „Einmal Hengsteysee zum Harkortsee und zurück“. Beachtliche 17 KM auf dem Wasser sollten bezwungen werden.

Aufgrund der im Vorfeld nicht so guten Wettervorhersage, dezimierte sich die Gruppe nach und nach auf 5. Am Sonntag hatte der Wettergott aber ein Einsehen und bescherte uns schönsten Sonnenschein und warme Temperaturen. Wir trafen uns alle um 8:30 Uhr am Ausgangspunkt, dem Parkplatz des Bikertreffs. Morgens um die Uhrzeit ist es da noch sehr angenehm leer und so konnten wir alle in Ruhe unsere Boards aufpumpen und in die geeignete Kleidung (den Wassertemperaturen entsprechend) schlüpfen.

Einer der Teilnehmer war zum Glück Mitglied in einem nahegelegenen Kanuverein und konnte uns mit Insiderinformationen aushelfen. So hat der heiße Sommer wohl dazu geführt, dass sich die Wasserpflanze „Elodea“ auf dem Hengsteysee sehr stark ausgebreitet hat und der See nicht überall befahren werden kann. 

Vom Parkplatz aus ging es über einen gut begehbaren Weg runter zum Wasser. Der Einstieg ist auch gut zu meistern, da Betonstufen runter ans Wasser gehen. Endlich auf dem Wasser angekommen ging es dann erstmal rüber auf die andere Seite. Da war der See zum Glück gut befahrbar, obwohl man auch da einige Teppiche der Elodea umfahren musste. Nun konnten wir auch verstehen warum die Elodea auch Wasserpest genannt wird. Ein hindurchfahren ist für SUPs nicht möglich und sollte auf jeden Fall vermieden werden!

Am Ufer entlang konnten wir als erstes das schöne See-Schlösschen mit seinem im Wasser befindlichen „Mäuseturm“ bewundern. Irgendwie hatte der Anblick was von Mittelalter.

Weiter ging es am Koepchenwerk vorbei, ein ehemaliges Pumpspeicherkraftwerk. Helge, unser Local, konnte uns zu allen Sehenswürdigkeiten auch noch mit Zusatzinformationen versorgen.

Ein wenig weiter am Ufer lang, kam der erste Umstieg. Das Laufwasserkraftwerk Hengstey kann man auf dem Wasser nicht überqueren. Der Ausstieg war aufgrund der guten Ausarbeitung im SUP Guide Nordrhein-Westfalen schnell gefunden. Aufgrund einer Baustelle war der Einstieg leider nicht auf Anhieb ersichtlich und wir mussten ein wenig Zick-Zack laufen. Aber mit Helges Unterstützung haben wir auch das schnell gemeistert. 

Nun ging es ein kleines Stück die Ruhr entlang bis wir an den nächsten Umstieg kamen. Hier war der Weg vom Aus- zum Einstieg schnell gefunden und wir konnten uns auf den Weg zum Harkortsee machen. Das Ruhr-Viadukt war schon von Weitem sehr gut zu sehen und beim Näherkommen wurde es noch imposanter. Da runter her zu paddeln war schon sehr beeindruckend. 

Nach dem Viadukt wurden wir von der Heftigkeit des Windes überrascht. Helge erklärte uns aber schnell, dass das normal sei und auch der Grund, warum es auf dem Harkortsee einige Segelvereine gibt. 

Den ein oder anderen zwang der Wind in die Knie. Im stehen Stand Up Paddling war eine große Herausforderung. Alle haben es aber bis zum Ende des Sees geschafft. Hier wurde auf dem Wasser erstmal eine kleine Pause eingelegt, eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und Kraft gesammelt für die Rückfahrt. Alle in freudiger Erwartung, dass uns der Wind in den Rücken pustet und uns das paddeln erleichtert, kam die nächste Überraschung, Flaute. Kaum noch Wind. Also musste auch zurück die eigene Körperkraft herhalten.

Wieder beim Umstieg angekommen, hat sich Helge von uns verabschiedet, da er in seiner Homezone eingestiegen war, hatte er uns einige Kilometer Paddeln voraus. Den Rest des Weges waren wir also noch zu Viert. Nun merkte man, dass bei allen so langsam die Luft raus war und wir motivierten uns auf den letzten Metern gegenseitig. Lars unterstütze mit ein wenig Musik.

Wieder am Ausgangspunkt angekommen war der Parkplatz nun von vielen Motorradfahrern bevölkert und der Bikertreff hatte seine Türen geöffnet. So konnte wir in Ruhe die Luft aus unseren Boards lassen und uns bei einem kühlen Getränk über die Erlebnisse der Tour austauschen. Alle waren ziemlich k.o. aber glücklich über die tolle Tour bei schönstem Wetter. Wir haben viele tolle Eindrücke und Landschaften gesehen und wieder nette Leute kennengelernt, die uns vielleicht auch auf der nächsten Tour mit dem Thomas Kettler Verlag begleiten werden.

 

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